Vollkornbrot glutenfrei mit gekeimten Sonnenbumenkernen u gepopptem Amaranth

Kastenform 30 cm

Heute gibt es mal ein Vollkornbrot-Rezept, das glutenfrei ist und trotzdem auch noch am dritten Tag ungetoastet schmeckt. Kenner/innen der glutenfreien Brotwelt wissen, dass das nicht bei jedem glutenfreien Brot der Fall ist. Und schon geht´s los mit dem Rezept:

Zwei Tage vorher habe ich 3 EL Sonnenblumenkerne einen halben Tag im Keimglas eingweicht und diese dann zwei Tage keimen lassen (2-3x spülen pro Tag). Natürlich müssen die nicht unbedingt gekeimt sein, aber jedes Frühjahr dasselbe: Marietta baut ihr gesamtes Sprossen- und Keimmaterial auf und belegt das komplette Küchenfenster 😉

1 TL Flohsamenschalen, gemahlen und
1 EL Leinsamen, geschrotet weiche ich in 50 ml Wasser ein und lasse die quellen, bis ich alles andere abgewogen habe. Ich bild mir ein, das Brot bleibt dadurch länger saftig – aber wer weiß, ob das auch so ist…

Dann fette ich die Kastenform (30 cm) ein und heize den Backofen auf max. 50°C Ober- und Unterhitze vor. Wenn ihr 40°C einstellen könnt – umso besser! Höhere Temperaturen nimmt euch der Hefepilz übel…
In einer Rührschüssel vermische ich:
200 g Buchweizenvollkornmehl
100 g Reisvollkornmehl
200 g Mehlmischung hell (ich hatte den Mehl-Mix hell von Hammermühle) alternativ zur Mehlmischung verwende ich auch Kartoffel-, Maisstärke- und Maismehl zu gleichen Teilen)
50 g gepoppten Amaranth (alternativ geht auch gepopptes Quinoa)1 TL Steinsalz oder Meersalz
1 EL Apfelessig und
1 Pkg Trockenhefe

Zu dieser Mischung gebe ich nun die gequollenen Floh- und Leinsamen und verknete den Teig mit den Knethaken des Handrührgeräts bzw. der Küchenmaschine unter Zugabe von 550 ml lauwarmen Wasser sehr gründlich. Der Teig wird relativ zäh und darf nicht so trocken werden, dass er sich vom Schüsselrand löst, wie die Backfeen unter euch es vom glutenhaltigen Hefeteig kennen!

Nun den Brotteig mit dem Teigschaber in die Kastenform füllen und mit dem nassen Schaber glatt streichen. Großzügig Wasser darauf pinseln (damit die Oberfläche nicht austrocknet) und im warmen Ofen etwa 40 Minuten gehen lassen. Ich lege noch immer ein feuchtes Geschirrtuch oben drüber.

Wenn der Teig etwa 50% höher ist als vorher, die Kastenform aus dem Ofen stellen (dabei Erschütterungen vermeiden, damit die Luft schön im Teig bleibt!) und den Ofen auf 240°C / Umluft hochheizen.
Das Brot wird dann 10 Minuten bei dieser Temperatur gebacken, weitere 40 Min. bei 200°C / Umluft. Dann pinsel ich die Kruste noch einmal mit Wasser ein und backe es 10 Min. fertig.

Nach dem Abkühlen schneide ich das Brot komplett auf und alles, was nicht sofort gegessen wird, wird in einer Tüte im Kühlschrank aufbewahrt. Wenn ihr schon vorher wisst, dass ihr es nicht die nächsten Tage aufesst, am besten so aufgeschnitten tiefkühlen und bei Bedarf toasten.

Copyright Marietta Geyer