Vegane Bolognese aus Lupinen-Tempeh

Bisher war unsere vegetarische Lieblingsbolognese entweder aus roten Linsen oder Tomatentofu. Seit gestern haben wir allerdings einen neuen Favoriten, neben dem die anderen keine Chance mehr haben. Geschmacklich sind alle drei Bolognese-Varianten wirklich toll, aber was mir an der Tempeh-Variante richtig gut gefällt, ist die suuuuper Konsistenz. Ich behaupte mal ganz frech und mutig, dass ihr damit selbst Fleischesser überzeugen könnt. (Außer natürlich diejenigen Kandidaten, die vorher schon beschließen, dass es ihnen auf keinem Fall schmecken wird 😉 )

Ich hatte ja Anfang des Jahres in Landau Lupinen-Tempeh entdeckt – siehe dieser Blogbeitrag Lupinen-Tempeh-Geschnetzeltes und war damals so enttäuscht, dass ich ihn in Memmingen nirgends gefunden habe, aber die Zeiten sind vorbei! Juhu – ich bekomme ihn jetzt absolut regional in der Tempehmanufaktur hier ums Eck in Markt Rettenbach. Bin ich nicht ein Glückskind? Ich musste mich nur ein paar Monate gedulden!

Jetzt aber echt genug gequasselt – wir nähern uns dem Rezept!!

Wie immer ist das Rezept eine grobe Richtlinie, die kreativ ausgelegt werden darf. Sicher sind Zwiebeln und Knoblauch nicht bei jedem so beliebt, wie bei uns oder man ist zu faul zum Tomaten häuten. Kein Problem! Variiert einfach! Im Herbst kommt bei mir noch ein Stück Sellerie dazu (fehlt im Rezept saisonbedingt) und wenn es nur für Erwachsene ist, schmeckt auch noch ein Schuss Rotwein lecker.

Das Rezept ist für Histaminintolerante allerdings völlig ungeeignet, wie ihr jetzt gleich an den Zutaten sehen werdet und Sojaallergiker sollten vorsichtig sein, da sie oft auch Lupine nicht vertragen!

Zutaten:

160 g Lupinen-Tempeh natur, zerbröselt
2 EL Kokosöl
3 kleine Zwiebeln, geschält und gewürfelt
3 Knoblauchzehen, geschält und gewürfelt (Menge auf dem Foto für uns Knoblauchfans)
3 Karotten, geschält und gewürfelt
100 g Tomatenmark
1 Dose gestückelte Tomaten
150 ml hefefreie Gemüsebrühe
2 Tomaten (optional), gehäutet und gewürfelt (Erklärung zum Häuten unten im Text)
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Oregano und Rosmarin – frisch oder getrocknet

Ich zerhacke die Zutaten immer in meinem Foodprozessor – da habe ich dann die perfekte Größe und es geht einfach viel schneller.

Zubereitung:

Alle Zutaten bereitstellen und wie oben beschrieben vorbereiten.
Den zerbröselten Tempeh in Kokosöl gut anbraten (bitte kein Olivenöl verwenden, auch wenn es bei Bolognese noch so verlockend ist, aber das darf nicht so hoch erhitzt werden!), wenn er schön Farbe bekommen hat, die gewürfelten Zwiebeln zugeben. Wenn die Zwiebeln glasig werden, kommen noch die Karotten- und Knoblauchwürfel dazu und werden kurz mitangebraten. Nun folgt das Tomatenmark. Kurz mitbraten und mit gestückelten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen. Oregano und Rosmarin zugeben und nun köcheln lassen.

Nun dürfen die Nudeln gekocht werden. Wer sich für das Häuten der Tomaten entschieden hat, kann übrigens einfach das Nudelwasser dafür verwenden. So geht´s: mit einem kleinen Tourniermesser / Gemüsemesser / Schälmesser den Strunk ausschneiden und auf der gegenüberliegenden Seit ein Kreuz einschneiden. Tomaten mit Hilfe einer Schöpfkelle ins kochende Wasser gegen (ganz egal, wenn da schon Nudeln schwimmen) und eine halbe Minute mitkochen. Wieder herausnehmen und häuten. Die gehäutete Tomate kommt dann ganz am Schluss gewürfelt zu der Soße! Mit frischem Pfeffer und Salz abschmecken und genießen.

Ich freu mich auf eure Meinungen zu unserer neuen Lieblingssoße 🙂