Gedeckter Apfelkuchen vegan glutenfrei

Vor Silvester hab ich es leider nicht mehr geschafft, aber jetzt ist der Urlaub vorbei und ich blogge endlich das versprochene Rezept. Der Kuchen gehört ab sofort zu unseren Lieblingskuchen und es gab schon erste Anträge, diesen statt unserer traditionellen Himbeertorte zum Geburtstag zu backen. Das höchste Lob kam von meinem Schwager: „Schmeckt besser als bei meiner Mama!“ und das freut hat mich besonders gefreut, weil er weder glutenfrei noch vegan isst 🙂

Zuerst macht ihr einen Mürbteig:
250 g helle Mehlmischung glutenfrei
4 gehäufte EL Zucker
80 g Margarine
1 TL gemahlene Flohsamenschalen (Fiber Husk)
2 EL Apfelmark (oder eine halbe zerdrückte Banane) plus 2 EL Wasser als Ei-Ersatz (ich hab Rosenwasser genommen, das war noch von den Marzipan-Hanf-Hörnchen offen)
Mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem festen Teig kneten -am Schluss noch etwas mit den Händen kneten, zu einer Kugel formen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen, bis er gebraucht wird.

Füllung:
gut 1 kg geschälte säuerliche Äpfel
Diese in einen weiten Topf mit
3 EL Zucker
1 Messerspitze Bourbon-Vanille und
3 EL Zitronensaft kleinschneiden und mit geschlossenem Deckel etwas vordünsten, aber nicht zu weich werden lassen!
Beiseite stellen.

Springform mit Backpapier auslegen und Backofen auf 170°C / Umluft vorheizen.

Gekühlten Mürbteig aus dem Kühlschrank holen und etwa zwei Drittel des Teiges als Boden mit Rand auslegen. Den Rest Teig wieder kaltstellen!
Den Boden mit einer Gabel anstechen, damit er beim Backen keine Blasen wirft und etwa 20-25 Minuten im vorgeheizten Backofen vorbacken bis er etwas Farbe bekommt.
Während der Boden bäckt kann die Glasur vorbereitet werden.
Dafür folgende Zutaten in einen kleinen Topf abwiegen:
60 g Margarine
2 EL Zucker
2 EL Ahornsirup
4 EL Pflanzenmilch (bei mir war es Kokosdrink)
50 g Mandelblättchen
35 g Kokosraspel
Auf mittlerer Stufe langsam erhitzen und dann etwas köcheln lassen, damit der Zucker sich auflöst.

Nun könnt ihr den restlichen Teig zwischen zwei Backpapieren hauchdünn ausrollen. Der Teig soll etwas größer sein als die Springform werden, damit man ihn gut mit dem Bodenteig verbinden kann.
Gedünstete Äpfel ohne den entstandenen Saft (aber nicht wegschütten, schmeckt lecker!) auf dem vorgebackenen Boden verteilen und mit einem Löffel etwas andrücken, ausgerollten Teig darüberlegen und den überstehenden Teig schön mit dem Boden verbinden. Ich hab vorher noch die  restliche Zwetschenkonfitüre auf dem Boden verstrichen, weil die weg musste, aber das ist sicher nicht zwingend notwendig – wollte es nur erwähnt haben…
Nun wird nur noch die Glasur auf dem Deckel verteilt und das ganze etwa 20 Minuten wieder bei 175°C / Umluft weitergebacken. Wie ihr auf dem Foto seht, war meiner ein bisschen zu lange drin.

Wenn der Kuchen gebacken ist, müsst ihr den Rand noch warm ganz vorsichtig mit einem Messer lösen, da der karamellisierte Zucker recht hart werden kann. Dann heißt es wirklich Geduld haben und den Kuchen komplett abkühlen lassen. Ich hab ihn nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank gestellt und erst am nächsten Tag aus der Form gelöst.

Viel Spaß beim Nachbacken!