Aprikosen-Himbeer-Marmelade israelisch – mit dem Hauch Orient

Letzte Woche lagen die ersten Bio-Aprikosen bereit – da hab ich mir doch gleich spontan ein Kilo mitgenommen. Damit mir dann daheim einfällt, dass ich eigentlich als einziges Familienmitglied so gerne Aprikosen esse. Ups – ist das mein Alter oder meine fehlende Kontrolle, wenn´s um Gemüse und Obst geht? 😉

Aber egal – eine Form essen doch alle bei uns gerne: Fein püriert in Marmelade…

Mal wieder lautete der Plan (Aprikosenmarmelade einkochen) anders, als das Ergebnis. Tja, der Klassiker – aber meistens geht er ja gut aus, mein Hang zum intuitiven Kochen. Ich behaupte mal, auch hier *eigenlobstinkt*

Deshalb teile ich gerne das Rezept mit Euch!

Zutaten:
800 g Aprikosen, gewaschen und entkernt (ohne Kerne gewogen)
200 g Himbeeren (hihi, weil rote Marmelade bei uns einfach beliebter ist)
400 g Gelierzucker 2:1 (ja, ich kann rechnen – aber bei Aprikosen klappt das definitv auch in dem Verhältnis!)
2 EL Rosenwasser
1/2 TL Bourbonvanille
Schale von einer Bio-Orange
1 P. Zitronensäure

Und dann geht´s weiter wie bei jeder anderen Konfitüre – ich püriere vorher alles im Hochleistungsmixer ganz fein, weil bei uns weder Himbeerkerne noch Aprikosenschalen in Marmelade beliebt ist…

Zubereitung:

Die Deckel und Gläser koche ich gut aus, dass sie keimfrei sind und stelle sie mithilfe unserer Spagettizange umgedreht auf ein sauberes Geschirrtuch, damit sie gut abtropfen können. Auch mein Edelstahl-Messbecher und der Trichter kommen in den Genuss des Auskochens.

Die gewaschenen und sehr gut abgetropften Früchte kommen mit allen anderen Zutaten in einer sehr weiten, großen Topf.

Dann werden die Zutaten im Topf (oder bei uns eben vorher schon) püriert und aufgekocht. Vier Minuten sprudelnd kochen lassen, Gelierprobe machen (nähere Erklärung hierzu folgt ganz unten), Schaum abnehmen und in die Gläser füllen. Hier macht ein Marmeladentrichter (Edelstahl etwa zehn Euro) wirklich Sinn, denn wenn ihr den Rand verkleckert und zu putzen anfangen müsst, ist die ganze Keimfreiheit dahin.
Sofort die Deckel fest zudrehen und die Gläser für zehn Minuten auf den Kopf stellen.

Dann wieder umdrehen und die Gläser mindestens 12 Stunden in Ruhe durchgelieren lassen!

Wer die Gelierprobe nicht kennt: Das ist super wichtig, den daran könnt ihr erkennen, ob die Marmelade schon lange genug gekocht hat. Für die Gelieprobe tropft ihr einfach einen Tropfen der Masse auf einen Teller, lasst ihn kurz abkühlen (das geht sehr schnell) und dann haltet ihr dann den Teller senkrecht. Bleibt der Tropfen ein Tropfen – perfekt zum Abfüllen. Fängt der Tropfen an, nach unten zu laufen, zwei weitere Minuten kochen und Gelierprobe wiederholen bis der Tropfen fest bleibt. Bei sehr süßen, säurearmen Früchten (z.B. Erdbeeren) gebe ich dann manchmal ein weiteres Päckchen Zitronensäure dazu. Das unterstützt das Gelieren. Bei Aprikosen ist das in der Regel nicht nötig…

Viel Spaß mit dem Rezept!